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Europafahne mit Händen

Förderungen der EU


Informationen zu Förderungen der Europäischen Union für Jugendprojekte

 

Am 1.1.2021 hat die neue siebenjährige Generation der EU-Jugendprogramme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps begonnen.

Hier findest du einen Überblick über die Förderschienen von Erasmus+ Jugend und die Möglichkeiten des Europäischen Solidaritätskorps.

Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps

Erasmus+ Jugend

Erasmus+ wurde seit seiner Einführung als Studierendenaustauschprogramm im Jahr 1987 erheblich erweitert und umfasst jetzt neben der allgemeinen und beruflichen Bildung auch die Bereiche Jugend und Sport. Erasmus+ Jugend ist der Programmteil für alle jungen Menschen im Bereich der non-formalen und informellen Bildung.
Mit einem Budget von mehr als 26 Mrd. Euro für die Jahre 2021 – 2027 setzt sich die neue Programmgeneration von Erasmus+ das Ziel inklusiver, partizipativer, digitaler und umweltfreundlicher zu werden.

Die Jugendschiene des Programms fördert Mobilität sowie interkulturelle und partizipative Lernerfahrungen für Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren sowie Weiterbildung und Vernetzung von Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind.

Europäisches Solidaritätskorps (ESK)

Das Europäische Solidaritätskorps fördert ein soziales und vielfältiges Europa sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem solidarisches Handeln junger Menschen über Ländergrenzen hinweg ermöglicht wird. Unterstützt wird das Engagement junger Menschen in Projekten und Aktivitäten, die der Gemeinschaft zugutekommen mit mehr als einer Milliarde Euro.

Das ESK bietet jungen Menschen die Möglichkeit sich in Freiwilligenprojekten im eigenen Land oder im Ausland zu engagieren. Gemeinnützige Organisationen und Unternehmen können mit Hilfe des ESK junge Erwachsene aus ganz Europa in ihr Team aufnehmen. Zudem werden lokale Projekte von jungen Menschen gefördert, die die Bedürfnisse der eigenen Region decken.

Was wird gefördert?

Bei der Auswahl der passenden Förderschiene für dein Vorhaben unterstützt diese Entscheidungshilfe.

Zur Inspiration findest du hier eine Auswahl bereits geförderter, österreichischer Projekte:

Erasmus+ Jugend: www.jugendinaktion.at/beispielprojekte

Europäisches Solidaritätskorps: www.solidaritaetskorps.at/category/beispielprojekte/

Die beiden EU-Jugendprogramme sind für ALLE Jugendlichen offen. Beteiligen sich junge Leute, die aus dem einen oder anderen Grund weniger Möglichkeiten haben als andere – weil sie zum Beispiel eine Behinderung haben, sozial oder gesundheitlich benachteiligt sind oder die Ausbildung abgebrochen haben –, gibt es besondere Unterstützungsmöglichkeiten.
Wie die Beteiligung von Menschen mit Behinderung gelingen kann, zeigt dieses Video. Es ist die Aufzeichnung einer Infoveranstaltung zu Fördermöglichkeiten für Inklusionsprojekte mit vier Erfahrungsberichten von jungen Leuten, die lokale und internationale EU-Projekte umgesetzt haben.

+++ Jugendbegegnungen (Erasmus+)

Jugendgruppen aus verschiedenen Ländern treffen sich und arbeiten gemeinsam an einem Thema. Zwei Möglichkeiten zur Umsetzung gibt es: Ihr fahrt auf eine Jugendbegegnung in einem Partnerland oder ihr veranstaltet ein Treffen bei euch zu Hause.

Dauer: mindestens 5 Tage, maximal 3 Wochen

Teilnehmer*innen: mindestens 16, maximal 60 Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren

Förderung: Pauschalsumme für Reisekosten, Pauschale pro Teilnehmer*in, Tagespauschale pro Teilnehmer*in

Wichtig: ein zentrales Projektthema, z. B. Arbeitslosigkeit, Rassismus, Umweltschutz, Drogen …, um das es bei eurem Treffen geht.

Gemeinsame Vorbereitung und Planung des Treffens. Tipp: Nutzt die Chance und trefft euch vorab persönlich mit euren Partner*innen. Die Kosten für dieses Vorbereitungstreffen werden übernommen.

Die nächsten Antragsfristen: 5.10.2021 (Projektstart ab 1.1.2022)

Weitere Infos: https://erasmusplus.at/de/jugend/ > Jugend > Jugendbegegnungen

+++ Jugendpartizipationprojekte (Erasmus+)

Eine Gruppe von mindestens vier Jugendlichen setzt lokal oder mit Jugendlichen in einem anderen Land eine Projektidee um. Eure Ideen und eure Kreativität sind gefragt! Ihr organisiert euch euer Projekt selbst und arbeitet eigenständig. Klar könnt ihr euch von Profis unterstützen lassen, wenn nicht alles von euch leistbar ist.

Mit den Jugendpartizipationsprojekten werden folgende Ziele verfolgt:

  • Stärkung der Partizipation junger Menschen an der Zivilgesellschaft und dem demokratischen Leben
  • Stärkung des europäischen Bewusstseins, Beitrag zum Integrationsprozess und der Umsetzung der Europäischen Jugendziele
  • Entwicklung digitaler Kompetenzen und Medienkompetenz
  • Dialog mit Entscheidungsträgern auf allen Ebenen und Beitrag zum EU-Jugenddialog

Jugendpartizipationsprojekte können eine Vielzahl möglicher Formen und ihrer Kombinationen umfassen, zum Beispiel Seminare, Kampagnen, Simulationen, Dialoge mit Entscheidungsträger*innen usw.

Förderung: Pauschalsumme für die Umsetzung; Coachingkosten, wenn notwendig; Reisekosten- und Tagespauschale bei Mobilitäten

Die nächsten Antragsfristen: 5.10.2021 (Projektstart ab 1.1.2022)

Weitere Infos: https://erasmusplus.at/de/jugend/ > Jugend > Youth Participation Activities

+++ Weiterbildung und Vernetzung für Jugendarbeiter*innen (Erasmus+ und ESK)

Training und Vernetzung auf europäischer Ebene. Jugendarbeiter*innen, junge Menschen und Interessierte haben die Chance, gemeinsam mit Teilnehmenden aus anderen Ländern für einige Tage neue Methoden der Jugendarbeit auszuprobieren. Dazu gehört auch, sich zu vernetzen, Kenntnisse des non-formalen Lernens zu vertiefen, Projektpartnerschaften mit anderen Jugendeinrichtungen aufzubauen und vieles mehr.

Förderfähig sind Studienbesuche, Jobshadowings, Seminare, Trainingskurse, ohne Altersbegrenzung für die Teilnehmer*innen.

Förderung: Pauschalsumme für Reisekosten und Tagespauschale pro Teilnehmer*in

Die nächsten Antragsfristen: 5.10.2021 (Projektstart ab 1.1.2022)

Weitere Infos: https://erasmusplus.at/de/jugend/ > Jugend > Fachkräftemobilitäten

Neben der Möglichkeit, selber eine Weiterbildungsaktivität zu organisieren und dafür um EU-Förderung anzusuchen, gibt es auch zahlreiche Angebote,  an bestehenden Weiterbildungen teilzunehmen.

Informationen über europäische Weiterbildungen:

+++ Kooperationspartnerschaften (Erasmus+)

Organisationen aus drei oder mehr Ländern setzen innovative Jugend- und Bildungsprojekte um (auch sektorübergreifend, z. B. Jugendarbeit – Schule – Wirtschaft).

Strategische Partnerschaften ermöglichen die länderübergreifende Zusammenarbeit und fördern den Austausch guter Praxis sowie die Entwicklung neuer Methoden und Lernangebote. Die Projekte sollen nachhaltig wirken und auf systemischer Ebene zur Veränderung beitragen. Im Jugendbereich werden insbesondere folgende Ziele verfolgt:

  • Förderung von qualitativ hochwertiger Jugendarbeit, insbesondere Projekte, die mit benachteiligten Jugendlichen als Zielgruppe arbeiten und solche, die den interkulturellen Dialog fördern und Anti-Diskriminierungsarbeit zum Thema haben
  • Unterstützung von bereichsübergreifenden Projekten, die Empowerment und aktive Beteiligung junger Menschen fördern
  • Förderung von (sozialem) Unternehmertum bei jungen Menschen
  • Internationalisierung und Professionalisierung der Jugendarbeit: Förderung von Kompetenzen, Auf- und Ausbau von Qualitätsstandards, Verknüpfung von Praxis, Politik und Forschung

Förderung: Pauschale für Projektmanagement und -umsetzung, transnationale Treffen und Trainingsaktivitäten und die Entwicklung projektrelevanter Tools

Die nächsten Antragsfristen: 3.11.2021 (Projektstart ab 1.3.2022 möglich)

Weitere Infos:  https://erasmusplus.at/de/jugend/ > Jugend > Cooperation Partnerships,  Webinar-Präsentation (9.4.2021)

Zum Beispiel: Strategische Partnerschaft „Active citizenship pays off: European cooperation on a recognition system for volunteering and active people“ (2016 – 2018): Mit diesem Projekt möchten die Partner aha – Jugendinformationszentrum Vorarlberg, Young Scot/Schottland und das Büro für Zukunftsfragen beim Amt der Vorarlberger Landesregierung freiwilliges Engagement unter Jugendlichen fördern. Das Wissen und die Erfahrung der Projektpartner über Anerkennungssysteme für freiwilliges Engagement wurde geteilt und ein solches System, bei dem Jugendliche für ihre aktive Beteiligung Punkte sammeln und dafür als Anerkennung sinnvolle Produkte und Möglichkeiten für besondere Erfahrungen erhalten, wurde entwickelt. Zusätzlich wird für die Erfassung von Art und Umfang der freiwilligen Tätigkeit der Jugendlichen ein „Engagement-Lebenslauf“ ausgearbeitet, der die erworbenen Kompetenzen dokumentiert.

Ergebnisse dieses Projekts sind die Plattform aha plus sowie ein Handbuch zur Entwicklung der Anerkennungssysteme aha plus und Young Scot Rewards.

+++ Kleinere Partnerschaften (Erasmus+)

Die sogenannten „Kleineren Partnerschaften“ eröffnen neue, vereinfachte Zugänge zum Programm. Sie werden von mindestens zwei Organisationen aus zwei Programmländern umgesetzt und richten sich an eher unerfahrene und kleine, lokale Organisationen, die ein erstes Projekt im Programm durchführen sowie erste internationale Partnerschaften aufbauen wollen.

Durch die mögliche Kombination von grenzüberschreitenden und nationalen Aktivitäten wird eine größere europäische Dimension auf die lokale Ebene gebracht. Die Möglichkeit der Einbeziehung nationaler Aktivitäten soll zudem die Einbeziehung von Personen mit geringeren Chancen in die Aktivitäten des Projekts erleichtern.

Dauer: 6 Monate bis 2 Jahre

Förderung: Pauschale von 30.000 Euro oder 60.000 Euro

Die nächsten Antragsfristen: 3.11.2021 (Projektstart ab 1.3.2022 möglich)

Weitere Infos:  https://erasmusplus.at/de/jugend/ > Jugend > Small Scale Partnerships, Webinar-Präsentation (9.4.2021)

+++ Freiwilligendienst (ESK)

Junge Erwachsene zwischen 18 und 30 helfen zwei bis zwölf Monate in einer Organisation im Sozial-, Jugend-, Umwelt- oder Kulturbereich mit. Organisationen können im Rahmen von Freiwilligenprojekten junge motivierte Menschen aus Europa und seinen Nachbarländern gewinnen, die sich für ihr Projekt freiwillig engagieren. Die Einsatzorte sind vielfältig und reichen vom Jugend- und Kulturzentrum, über Hort und Kindergarten, Pflegeeinrichtungen bis hin zu Seniorenhäusern. Jede*r junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren kann sich für ein solches Freiwilligenprojekt bewerben. Es sind keinerlei Zeugnisse oder Fachkenntnisse erforderlich. Im Vordergrund stehen die Lernerfahrung für die Freiwilligen sowie der Nutzen für die Organisationen, ihren Klient*innen und die lokale Gemeinschaft.

Zum Beispiel: Einige junge Menschen haben Eindrücke von ihrem Freiwilligeneinsatz in einem Beitrag für unseren Blog festgehalten: www.ahamomente.at/esk

Weitere Infos: www.aha.or.at/esk

Ihr möchtet Freiwillige in eurer Organisation aufnehmen? 
Habt ihr in eurer Organisation interessante gemeinnützige Projekte und Aktivitäten, für die ihr zusätzliche helfende Hände braucht? Möchtet ihr jungen Menschen aus dem europäischen Raum die Chance geben, in eurer Organisation neue Fähigkeiten zu erlernen? Schätzt ihr gleichzeitig die kulturelle Diversität, den internationalen Flair?

Derzeit sind neun europäische Freiwillige in Vorarlberger Organisationen im Einsatz. Die Aufnahmeorganisationen begleiten die jungen Erwachsenen in ihrer Lernerfahrung und unterstützen sie mit einem Beitrag zu den Unterbringungskosten.

Weitere Infos: www.aha.or.at/esk-ao

+++ Lokale Solidaritätsprojekte (ESK)

Solidaritätsprojekte sind Projekte im eigenen Land, die von jungen Menschen von 18 bis 30 Jahren entwickelt und umgesetzt werden. Dabei überlegen sich die Jugendlichen, was in ihrem Umfeld (ihrem Ort, ihrem Bezirk, ihrer Region) gebraucht wird und wie ihr Projekt dazu beisteuern kann. Die Themen für Solidaritätsprojekte sind breitgefächert und können, z. B. sein: Projekte zur Steigerung des Umweltbewusstseins, Aktivitäten die ein friedliches und positives Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Herkunft fördern, Projekte, die den generationenübergreifenden Dialog in der Gemeinde ermöglichen. Organisationen können Jugendgruppen aus ihrem Umfeld bei der Umsetzung eines Solidaritätsprojekts unterstützen.

Förderung: 500 Euro pro Monat für Projektmanagement plus Coaching-Pauschale

Die nächsten Antragsfristen: 5.10.2021 (Projektstart ab 1.1.2022 möglich)

Zum Beispiel: Judith Faißt hat mit anderen jungen Menschen aus Vorarlberg 2019 mit Kindern in Alberschwende eine interkulturelle Musiksommerwoche umgesetzt. Einige Kinder erhielten in der Folge auch die Möglichkeit, ein Instrument zu lernen: www.weltklaenge.com/musiksommer

Weitere Infos: www.solidaritaetskorps.at/fuer-jugendliche/solidaritaetsprojekte/

+++ Praktika & Jobs (ESK) – Förderschiene läuft aus

Jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren hilft das Europäische Solidaritätskorps bei der Vermittlung eines Praktikums oder Jobs in einem anderen EU-Land. Diese Jobs & Praktika können über das ESK begleitet und gefördert werden, wenn sie eine Verbindung zu Solidarität haben, also einen Mehrwert für die Gemeinschaft bieten. Praktika dauern in der Regel zwischen zwei und sechs Monate und können auf zwölf Monate verlängert werden. Bei den Jobs handelt es sich um Vollzeitstellen, die im Zeitraum von drei bis zwölf Monaten durch Förderungen unterstützt werden. Eine finanzielle Unterstützung erleichtert den Umzug in ein neues Land sowie den Einstieg in ein neues Fachgebiet. Es bietet auch Unterstützung bei der Finanzierung der Reise und dem Umzug.

Zum Beispiel: Derzeit gibt es über die Organisation NGOJobs die Möglichkeit, ein ESK-gefördertes Praktikum oder einen Job in einem anderen Land zu machen: www.ngojobs.eu/esk-projekt-ngojobs-for-europe/

Wann können Projekte beantragt werden?

Im Oktober/November 2021. Siehe oben bei den einzelnen Förderschienen (wird laufend aktualisiert).

Wo gibt es Unterstützung?

aha – Jugendinfo Vorarlberg

Das aha berät über die Fördermöglichkeiten im Rahmen der Programme und unterstützt bei der Partnersuche und Antragstellung.

Kontaktpersonen:
Stephanie Sieber: 05572 52212-44, ESK-Freiwilligeneinsätze Entsendung von Jugendlichen aus Vorarlberg
Susanne Sparr: 05572 52212-24, ESK-Freiwilligeneinsätze Aufnahme von Freiwilligen in Organisationen in Vorarlberg
Veronika Drexel: 05572 52212-18, alle anderen Förderschienen

Österreichische Nationalagentur Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps

Auf der Website der Nationalagentur findest du alle Informationen über die Programme, den Link zu den Online-Antragsformularen und Tipps zur Antragstellung.

OeAD – Österreichischer Austauschdienst
Ebendorferstraße 10, 1010 Wien
Tel 01-53408
jugend@oead.at

https://erasmusplus.at/de/jugend/
www.solidaritaetskorps.at

Projektdatenbank

Ideen und Inspirationen für eigene Projekte liefern die Projektdatenbanken, die Kurzbeschreibungen aller bereits geförderten Projekte enthalten:
Erasmus+: https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects_de
Europäisches Solidaritätskorps: https://europa.eu/youth/solidarity/projects_en

Österreichische Projektbeispiele finden sich hier:
Erasmus+ Jugend: www.jugendinaktion.at/beispielprojekte
Europäisches Solidaritätskorps: www.solidaritaetskorps.at/category/beispielprojekte/

Europäische Trainingsangebote

Der Trainingskalender informiert über Weiterbildungs- und Vernetzungsangebote in ganz Europa.

T-Kits

Die T-Kits enthalten Informationen und Tipps zu unterschiedlichen Themen der (internationalen) Jugendarbeit: Projektmanagement, Interkulturelles Lernen, Inklusion usw.

Newsletter und Infos über weitere Förderungen

Einmal im Monat informieren wir im E-Mail-Newsletter „Aktuelles aus dem aha“ über internationale Weiterbildungsangebote und andere Aktivitäten für Jugendliche und in der Jugendarbeit Tätige. E-Mail-Newsletter bestellen

Informationen über weitere lokale, regionale und europäische Fördermöglichkeiten für Projekte für und mit Jugendlichen finden sich hier und auf unserem Infoblatt.

Aktuelle Einreichfristen für Jugendförderungen, Preise, Wettbewerbe usw. gibt es hier.

EUROPE DIRECT Vorarlberg informiert über weitere Fördermöglichkeiten der Europäischen Union (Interreg usw.): www.vorarlberg.at/europa

 

aktualisiert 06/2021

Mädchen und Erwachsene beim backen

Au-pair


Du möchtest als Au-pair ins Ausland? Informiere dich über die Aufgaben und Voraussetzungen eines Au-pairs, über Au-pair Agenturen, darüber, wie du eine Gastfamilie selbst organisieren kannst und auch über deine Versicherungsmöglichkeiten.

Voraussetzungen

Als Au-pair lebst du bei einer Gastfamilie und betreust deren Kinder. Du hilfst bei der anfallenden Hausarbeit mit (wöchentliche Arbeitszeit zwischen 20 und 45 Stunden – je nach Land unterschiedlich)

Alter

  • ab 18 bis 30 Jahre
  • England: 17 bis 30 Jahre
  • USA: 18 bis 26 Jahre

Dauer

  • 1 bis 12 Monate, Verlängerung möglich
  • USA: mindestens 12 Monate

Voraussetzungen (können von Land zu Land unterschiedlich sein)

  • Erfahrung im Umgang mit Kindern
  • etwas Geschick für Hausarbeit
  • Schul- oder Berufsabschluss
  • Verantwortungsbewusstsein, Selbständigkeit, Flexibilität
  • ärztliches Gesundheitsattest
  • einwandfreies, polizeiliches Führungszeugnis
  • Kenntnisse der Landessprache, zumindest Englischkenntnisse
  • Führerschein und Fahrpraxis (für USA verpflichtend)
  • NichtraucherIn
  • ledig, kinderlos

Was bekommst du im Normalfall?

  • kostenlose Unterkunft (eigenes Zimmer) und Verpflegung
  • wöchentliches Taschengeld
  • Möglichkeit zum Besuch einer Sprachschule
  • In Europa bekommst du je nach Land die Unfall- und/oder Krankenversicherung bezahlt, hast ein bis zwei Tage in der Woche frei und/oder Anspruch auf bezahlten Urlaub.

Erfahrung im Umgang mit Kindern sammeln

Bei der praktischen Kinderbetreuungserfahrung kannst du dir verschiedene Tätigkeiten anrechnen lassen: Babysitten, Nachhilfeunterricht, Praktikum in einem Kindergarten, Leiter*in in einer Jungschar/Pfadfinder Gruppe etc.

Tipp: Du brauchst noch Praxiserfahrung? Melde dich bei den Familienimpulsen im Vorarlberger Kinderdorf. Dort kannst du Familien unterstützen, indem du aktiv Zeit mit ihren Kindern verbringst. Dafür gibt es eine Bestätigung.

Au Pair Agenturen

Achte auf das Sternchen, denn hier bekommst du mit deiner aha card eine Ermäßigung.

 

Gastfamilie selbst organisieren

Beachte folgende Schritte, wenn du selbstständig eine Au-pair Stelle finden willst:

Versicherung

  • Erkundige dich auf jeden Fall bei deiner zuständigen Krankenversicherungsanstalt (z. B. VGKK, BVA …) über deine Versicherungsmöglichkeiten. Speziell bei Aufenthalten in Ländern außerhalb der EU wird auch ein zusätzlicher Versicherungsschutz über eine Privatversicherung/Auslandsversicherung empfohlen.
  • Zu beachten ist auch, dass die Versicherung über die Krankenkasse Rückholkosten aus dem Ausland sowie eine Haftpflichtversicherung für das Au-pair nicht beinhaltet.
  • Vor deiner Abreise ins Ausland solltest du alle nötigen Arztbesuche (Zahnärztin/Zahnarzt, Gynäkolog*in) erledigen, da in einigen Ländern die Selbstbehalte für bestimmte Behandlungen und Untersuchungen (vor allem für Zahnbehandlungen) höher sind als in Österreich!
  • In folgenden Ländern ist eine Kranken- und Unfallversicherung über deine Gastfamilie prinzipiell möglich: Frankreich, Niederlande, Norwegen, Finnland, Island und USA. Kläre vor Reiseantritt mit deiner Gastfamilie ab, ob sie dich mitversichern.
  • Empfehlenswert ist, auch weiterhin in Österreich über einen gültigen Sozialversicherungsschutz oder einen gleichwertigen Schutz zu verfügen, da sonst im Falle einer langwierigen Erkrankung, die in Österreich weiterbehandelt werden soll, kein Versicherungsschutz besteht (unbedingt mit deiner bestehenden Versicherung abklären).
  • Es gibt kostengünstige Au-pair-Versicherungen, welche die Kosten für Krankheiten mit akutem Charakter (zahnärztliche Behandlungen mit Selbstbehalt) sowie Heimtransportkosten übernehmen. Zudem sind in diesen Au-pair-Versicherungen auch eine Haftpflicht- und Unfallversicherung enthalten.

Au Pair Versicherungen:

Achtung: Für die Zeit als Au-pair gilt kein Anspruch auf Familienbeihilfe.

Der komplette Info-Folder „Au-pair“ kann hier downgeloadet werden.

Au Pair in Österreich

Au-pair Agenturen

Das Au-pair Programm ist ein Kulturaustauschprogramm. Die teilnehmende Familie nimmt für ein Jahr ein Au-pair bei sich auf, gewährt ihm freie Unterkunft und Verpflegung und bezahlt ihm ein Taschengeld. Im Gegenzug  hilft das Au-Pair bei Hausarbeiten und bei der Kinderbetreuung, in der Freizeit besucht es einen Sprachkurs und lernt die österreichische Kultur kennen.

Für eine rasche und unkomplizierte Vermittlung wird die Abwicklung über eine offizielle Au pair-Agentur empfohlen:

 

Eigenständige Suche

Profil erstellen auf einer Au-pair Plattform

Au-pair Plattformen bieten Informationen zu diversen Ländern, Taschengeld,.. Außerdem können Sie dort auch nach Au-pairs suchen.
www.aupair-world.net
www.au-pair.com
www.greataupair.com

Kontaktaufnahme und Austausch

Um herauszufinden ob der/die Kandidat*in auch wirklich zur Familie passt, sollte man viel im Austausch sein (E-Mail, Skypen, Telefongespräche,…)
Beispiele für Fragen findet man z.B. unter https://www.aupairworld.com/de/how_to/au_pair_questions 

Vereinbarungen klären

Aufenthaltsrechtliche Voraussetzungen klären: Au-pair Kräfte aus EU-/EWR Mitgliedstaaten und der Schweiz benötigen keinen Aufenthaltstitel. Sie müssen jedoch spätestens vier Monate nach der Einreise eine Anmeldebescheinigung bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde beantragen.
Au-pair Kräfte aus Drittstaaten müssen beim AMS spätestens zwei Wochen vor Beginn der Tätigkeit gemeldet werden. Das AMS stellt dafür eine Anzeigebestätigung aus. Diese gilt zunächst für sechs Monate und kann unter bestimmten Voraussetzungen um weitere sechs Monate verlängert werden.

Für die Beschäftigung von Au-pairs gilt das Hausgehilfen-und Hausangestelltengesetz. Die Arbeitszeit darf höchstens 18 Stunden/Woche betragen.

Eine Anmeldung zur gesetzlichen Sozialversicherung ist ebenfalls erforderlich www.sozialversicherung.at .

Unfall- und Krankenversicherung: Infos gibt es bei der zuständigen Versicherungsanstalt.


Informationen zum Visum

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres

oesterreich.gv.at 

Allgemeine Infos zu den Rahmenbedingungen Au-pair in Österreich

oesterreich.gv.at

AMS

Sozialministerium.at  (Suchbegriff: Au Pair)

Für spezielle Situationen und Fragen kann man sich in Vorarlberg an das Arbeitsmarktservice (AMS) wenden, welches für den Wohnbezirk zuständig ist:
www.ams.at/vbg/service-arbeitsuchende/arbeitsuche/geschaeftsstellen/adressen

Babysittervermittlung

Die Frau Holle Babysittervermittlung des Vorarlberger Familienverbandes ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Kontaktaufnahme zwischen BabysitterInnen und Familien, sollten Sie nur hin und wieder Hilfe bei der Kinderbetreuung brauchen.

 

aktualisiert November 2019, aha@aha.or.at

Junge Menschen engagieren sich beim ESK-Freiwilligendienst in einem anderen Land Europas.

ESK-Freiwilligendienst


Engagiere dich mit dem ESK-Freiwilligendienst in einem anderen Land Europas.

 

Mit dem Freiwilligendienst des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) hilfst du im Sozial-, Kultur- oder Umweltbereich mit, entdeckst dabei ein anderes Land, schließt neue Bekanntschaften und lernst nebenbei eine Sprache – und das fast kostenlos.

Das Programm im Detail

Wer kann teilnehmen?

Die einzige Voraussetzung ist, dass du bei Projektstart zwischen 18 und 30 Jahre alt bist. Du brauchst keine Fremdsprachenkenntnisse und auch keine spezielle Ausbildung oder Erfahrung im gewünschten Einsatzbereich. Auch wenn du aus dem einen oder anderen Grund weniger Möglichkeiten als andere hast, weil du zum Beispiel eine Behinderung hast, gesundheitlich benachteiligt bist oder die Ausbildung abgebrochen hast, bist du willkommen und bei Bedarf gibt es besondere Unterstützungsmöglichkeiten. Am wichtigsten ist, dass du motiviert bist, dich zu engagieren.

Wo helfe ich mit?

Es gibt unterschiedlichste Organisationen, die ESK-Freiwillige aufnehmen und die Möglichkeiten deines Einsatzes sind daher vielfältig. Engagieren kannst du dich bei einer gemeinnützigen Einrichtung aus den folgenden Bereichen:

  • Soziales: Kindergarten, Altersheim, Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen, Schule, Jugendzentrum, Flüchtlingsheim …
  • Kultur & Medien: Kulturcafé, Theaterverein, Radio, Bibliothek …
  • Umwelt & Natur: Biobauernhof, Tierheim, Nationalpark …

In welchen Ländern ist der ESK-Freiwilligendienst möglich?

Einsätze können in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie in Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, in der Türkei und in Ausnahmefällen in Partnerländern der EU stattfinden. Unter speziellen Voraussetzungen ist ein Einsatz im Inland möglich, beispiels­weise für Asylwerber*innen.

Wie lange dauert ein Einsatz?

Individueller Einsatz
Ein Einsatz dauert zwei bis maximal zwölf Monate. Meist ist es einfacher, längere Projekte zu finden (etwa acht bis zwölf Monate). Auch wenn du dich allein auf den Weg machst, kann es gut sein, dass du mit anderen Freiwilligen zusammenarbeitest und/oder -wohnst. Solch einen Einsatz kannst du nur einmal absolvieren.

Freiwilligenteams
Freiwilligenteams bieten die Möglichkeit in einer Gruppe bestehend aus 10 bis 40 Personen bei einem Projekt mitzuwirken. Dabei handelt es sich um kürzere Freiwilligeneinsätze zwischen zwei Wochen und zwei Monaten, die oftmals in den Ferien angeboten werden. Es ist möglich, gemeinsam mit Freund*innen mitzumachen. An Team-Projekten kannst du beliebig oft teilnehmen, auch wenn du bereits einen Langzeitfreiwilligendienst absolviert hast.

Wie viel kostet der ESK-Freiwilligendienst?

Bis auf einen eventuellen Teil der Reisekosten ist der ESK-Freiwilligendienst für dich kostenlos. Alle weiteren Kosten sind durch das EU-Förderprogramm Europäisches Solidaritätskorps und die Aufnahmeorganisation gedeckt. Dies beinhaltet Unterkunft und Verpflegung, ein monatliches Taschengeld (ca. € 150; an die Lebenshaltungskosten des Landes angepasst), einen Reisekostenzuschuss sowie Transportkosten vor Ort, die Versicherung, einen (Online-)Sprachkurs und Trainings. Zudem haben österreichische Teilnehmer*innen unter 24 Jahren Anspruch auf Familienbeihilfe.

Was sind die nächsten Schritte?

Wenn du neugierig geworden bist, fülle bitte dieses Formular aus und du wirst zu einem Infoabend eingeladen. Dabei erfährst du mehr Details über das Programm und wie du selbst Projekte suchen und dich bewerben kannst.

Einen ersten Überblick über freie Projekte findest du in der EU-Datenbank unter http://europa.eu/youth/volunteering/project_en und in der Liste mit aktuellen Ausschreibungen von Partnerorganisationen des aha. Wir unterstützen dich gerne bei der Projektsuche, können dir aber nicht garantieren, dass du zum gewünschten Zeitpunkt einen Projektplatz findest.

Kontaktperson im aha: Stephanie Sieber, stephanie.sieber@aha.or.at, 05572/52212-44.

Wann muss ich mich bewerben?

Die Kontaktaufnahme mit dem aha und die Suche nach einer Aufnahme­organisation sollten am besten einige Monate vor dem gewünschten Projekt­start passieren. Je früher du dich bewirbst, desto besser! Wer spontan und flexibel ist, kann aber auch ganz kurzfristig einen Projektplatz ergattern.

Erfahrungsberichte

Auf unserem Blog unter www.ahamomente.at/esk werden laufend neue Berichte von unseren ESK-Freiwilligen veröffentlicht.

Eine Übersicht der aktuellen Freiwilligen in und aus Vorarlberg findest du hier:

ESK-Freiwilligendienst & COVID-19

Während eine Pandemie wütet, sieht ein ESK-Freiwilligendienst natürlich etwas anders aus und bringt so manche zusätzlichen Herausforderungen mit sich. Dennoch ist es möglich, eine wundervolle Zeit zu erleben und Erfahrungen fürs Leben zu sammeln.

Was bedeutet die aktuelle Situation für die Projekte?

In welchem Ausmaß Covid-19 den Freiwilligendienst beeinflusst, ist je nach Land und Projekt recht unterschiedlich. Es gilt aber immer, dass ein Einsatz nur zustande kommt, wenn es wirklich Sinn macht. Es muss niemand ins Ausland, um dort von einer Single-Wohnung aus nur Homeoffice-Aufgaben zu erledigen. Wohnt man hingegen in einer WG mit anderen internationalen Freiwilligen, kann man sich trotz Lockdown die Zeit gut vertreiben und Neues lernen. Larissa berichtet davon in ihrem Blogbeitrag.

Hilft man wie Susanne auf einem Bauernhof mit, ist Covid-19 nicht so präsent wie beispielsweise in einem Kulturcafé, welches eventuell geschlossen werden muss. Ist Letzteres der Fall, werden alternative Aufgaben gefunden (Aktionen für hilfsbedürftige Menschen, Renovierungsarbeiten, Erstellen von Online-Materialien für Jugendliche etc.).

Was passiert bei Grenzschließungen oder wenn Freiwillige in Quarantäne müssen?

Sind die Grenzen geschlossen, werden die Freiwilligen mit Papieren ausgestattet, mit denen sie einreisen können, und Kosten für einen eventuellen PCR-Test werden vom Programm übernommen. Gegebenenfalls muss man sich dennoch in Quarantäne begeben, was definitiv ein herausfordernder Start ist, aber für einen darauffolgenden mehrmonatigen Freiwilligendienst eine absehbare Zeit ist. Jana teilt ihre Erfahrungen während der Isolation.

Freiwillige, die positiv auf Covid-19 getestet werden, werden von der Aufnahmeorganisation gut betreut. Gegebenenfalls ist auch eine Impfung über die Einrichtung möglich.

Ist das Programm flexibel?

Wie wir wissen, können sich die Umstände schnell ändern. Wir versuchen in der jeweiligen Situation gemeinsam mit der*dem Freiwilligen und der Aufnahmeorganisation die bestmögliche Lösung zu finden. Bei Bedarf können Projektstarts verschoben oder abgesagt werden, laufende Einsätze können für die Zeit eines harten Lockdowns unterbrochen werden. Eine Heimkehr ist immer möglich, doch viele unserer Freiwilligen, wie beispielsweise Clemens, entscheiden sich dafür, trotzdem zu bleiben.

Flexibilität ist auf Fälle mehr denn je gefragt. Solltest du dir unsicher sein, kannst du dich trotzdem über das Programm informieren und dich von Stephanie Sieber (05572 52 212, stephanie.sieber@aha.or.at) beraten lassen und erst dann entscheiden, ob du dich bewerben möchtest oder nicht.

 Das könnte dich auch noch interessieren:

aktualisiert 05/2021, aha@aha.or.at

Evolution eines kleinen Jungen zum Businessmann

Tipps für deine Bewerbung


Infos zum Aufbau deines Lebenslaufs und Tipps für dein Bewerbungsschreiben, Bewerbungsfoto und Deckblatt.

Deckblatt

Das Deckblatt ist kein fixer Bestandteil einer Bewerbung – es kommt aber oft sehr gut an!  Mit dieser „Fleißarbeit“ kannst du  zeigen, dass dir die Bewerbung wichtig ist. Es ist die erste Seite in der Bewerbungsmappe und hat die Hauptfunktion, einen Rahmen für die Bewerbungsunterlagen zu bilden, d. h. die wichtigsten Angaben über den Inhalt der Mappe werden darauf übersichtlich dargestellt. Das Deckblatt soll zum Weiterlesen anregen!

Diese Inhalte findet man auf dem Deckblatt:

  • deinen Namen
  • deine Kontaktdaten (Telefonnummer, Adresse und E-Mail Adresse)
  • die Bezeichnung der Stelle, um die du dich bewirbst
  • hier befindet sich auch ein guter Platz für ein Foto
  • Inhalt der Mappe

Bewerbungsschreiben

Ziel des Bewerbungsschreibens ist es, Interesse an deiner Person zu wecken. Hier kannst du deine persönlichen und fachlichen Fähigkeiten herausheben und Argumente anführen, die für dich sprechen. Deine persönlichen Stärken sollten sich immer auf die ausgeschriebene Stelle beziehen. Zähle diese nicht einfach auf, sondern unterstreiche diese anhand von Beispielen.

Achte beim Verfassen deines Bewerbungsschreibens auf folgende Punkte:

  • Das Bewerbungsschreiben ist kurz und prägnant – es sollte in formatierter Form nicht länger als eine DIN A4 Seite sein.
  • Den Adressaten so genau wie möglich angeben. Wenn nirgends angegeben ist, an wen du die Bewerbung richten sollst (z. B. in der Stellenanzeige, auf der Homepage der Firma), dann ruf kurz bei der Firma an und frag nach der zuständigen Person.
  • Verwende eine einheitliche Schrift (Arial und Times New Roman sind die Standard-Schriftarten, du kannst auch andere verwenden, aber achte darauf, dass sie seriös wirken und gut leserlich sind).
  • Verfasse für jede Bewerbung ein eigenes Bewerbungsschreiben – keine Massenbewerbungen!
  • Es sollte klar hervorgehen, um welche Stelle du dich bewirbst. Erwähne bei einem Stelleninserat, wann und wo du dieses gesehen hast.
  • Am Ende der Seite verweist du auf die Anlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, evtl. Motivationsschreiben)

Lebenslauf

Dein Lebenslauf gibt einen kurzen Überblick über deine persönlichen Daten, deine Ausbildung, deine Berufserfahrung und andere für die Stelle wesentliche Tätigkeiten und Fähigkeiten.

Aufbau im Überblick

  • Überschrift „Lebenslauf“
  • In der oberen rechten Ecke kann ein Foto platziert werden.
  • Persönliche Daten
    • Name
    • Geburtsdatum und –ort
    • Anschrift
    • Telefonnummer
    • E-Mail Adresse
  • Ausbildung
  • Berufserfahrung
    auch Praktika und andere für die Stelle relevante Tätigkeiten (bei Einsteigern)
  • Auslandsaufenthalte/Militär/Zivildienst etc.
  • Sonstige Kenntnisse und Qualifikationen
    • Fremdsprachen (Muttersprache, verhandlungssicher, fließend, gute Kenntnisse, Grundkenntnisse)
    • EDV-Kenntnisse
    • Führerschein
  • Sonstige Tätigkeiten (z. B. ehrenamtliche Tätigkeiten, JugendtrainerIn etc.)
  • Hobbys (sie sagen viel über dich als Person aus, da du auch dort Erfahrungen sammelst. Zudem können sie dir Pluspunkte bringen bei der Bewerbung.)
  • Ort, Datum

Tipp: Das was du als letztes gemacht hast, steht oben. Es sollte keine zeitlichen Lücken geben, man könnte sonst daraus schließen, dass du etwas zu verbergen hast. Im Lebenslauf finden der Beruf deiner Eltern, Religionszugehörigkeit und Parteizugehörigkeit keinen Platz.

Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben bietet die Möglichkeit, der Bewerbung eine individuelle Note zu verpassen und sich von der Masse abzuheben. Hier kannst bzw. sollst du noch einmal deine Stärken, Ziele, Interessen und auch die Motive für deine Bewerbung herausheben.

Wichtig: Ein Motivationsschreiben ist kein Muss!

Du kannst das Motivationsschreiben relativ frei gestalten. Im Folgenden ein paar Punkte, die für den Aufbau üblich sind:

  • Das Schreiben geht nicht über eine DIN A4 Seite hinaus. Die durchschnittliche Länge beläuft sich auf 15 bis 20 Zeilen. Schreib keinen Roman, sondern komm schnell zum Punkt!
  • Versuche schon mit der Überschrift Interesse zu wecken
  • Inhaltlich versuche folgende Fragen zu beantworten:
    • Warum bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle?
    • Weshalb bin ich die richtige Person?
  • Ort und Datum werden am Ende angegeben

Wichtig: Nimm bei der Beantwortung der Fragen Bezug auf das Unternehmen, die Stelle und deine Persönlichkeit.

Hobbys und freiwillige Aktivitäten

Wenn du dich für eine Lehrstelle oder einen Job bewirbst, ist es für zukünftige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber immer interessant zu wissen, was du in deiner Freizeit machst. Du zeigst ihnen damit, was für Interessen und was für Fähigkeiten du hast. Etwa, wenn du in einem Fußballteam mitspielst, dann zeigt du, dass du dich z. B. gut in einem Team zurechtfindest. Oder leitest du eine Wichtelgruppe? Dann zeigst du, dass du mit Kindern gut umgehen und Gruppenstunden organisieren kannst.

Wichtig: Führe deshalb auch immer deine Hobbys und freiwilligen Tätigkeiten in deinem Lebenslauf an!

Was dir deine Hobbys und freiwilligen Tätigkeiten für eine Bewerbung bringen, erfährst du in diesem Video:

Foto

  • Verwende ein aktuelles Bild.
  • Lass das Foto von einem professionellen Fotografen machen.
  • Achte auf einen selbstbewussten und freundlichen Ausdruck.
  • Verwende Porträtbilder – Ganzkörperbilder nur dann, wenn es vom Unternehmen ausdrücklich gewünscht wurde.
  • Du entscheidest, ob es ein Schwarz-Weiß-Bild oder ein Farbfoto sein soll.
  • Dein Outfit auf dem Bild sollte zur angestrebten Stelle passen.

Platziere dein Foto richtig: Geeignete Plätze für das Foto sind das obere rechte Eck im Lebenslauf oder das Deckblatt. Such dir eine Stelle aus. Du kannst das Foto aufkleben, mit einer Büroklammer anheften oder digital einfügen. Achte aber beim Ausdruck des Fotos auf eine gute Auflösung und Qualität!

Zeugnisse

Zu den Bewerbungsunterlagen gehören auch die Schul- und Weiterbildungszeugnisse und deine Arbeitszeugnisse, wenn vorhanden.

Achtung: Lege immer nur Kopien bei – niemals das Original!

Freiwillige Aktivitäten mit dem aha plus Nachweis offiziell belegen

Wenn du mit aha plus Points sammelst, sammelst du auch Erfahrungen, sogenannte Xperiences. Diese Erfahrungen kannst du mit dem aha plus Nachweis offiziell belegen. Mit dem Xperience-Check hast du auch die Möglichkeit dich auf ein Bewerbungsgespräch vorzubereiten.

Bild des aha plus Nachweis

4 Tipps für ein Bewerbungsgespräch am Telefon

In Zeiten von Corona kann es vermehrt vorkommen, dass die Firma oder das Unternehmen dich vorerst nicht persönlich einlädt zu einem Bewerbungsgespräch, sondern dich zunächst per Telefon oder auch online kennen lernen möchte. Wir haben hier ein paar Tipps, auf die du bei einem solchen Interview dringend achten solltest:

Fixiere einen Termin!

Am besten ist es, wenn das Unternehmen und du einen Termin für das Gespräch fixiert, damit du dich darauf gut vorbereiten kannst. Falls dich das Unternehmen spontan anrufen sollte, bewahre Ruhe und bleib freundlich. Wenn dich ein spontanes Gespräch überfordert, bitte um einen neuen Termin, da es gerade ungünstig ist.

Falls du dich gerade beworben hast und dich eine unbekannte Nummer anruft, melde dich immer mit ganzem Namen, das wirkt professionell.

Die richtige Vorbereitung bringt’s!

Informiere dich vorab über das Unternehmen und schreibe dir dazu ein paar Stichworte auf. Lies die Stellenanzeige nochmals aufmerksam durch und notiere dir, warum gerade du richtig für diese Stelle bist. Überlege dir Antworten auf Standardfragen bei Bewerbungsinterviews. Standardfragen findest du beim Bifo.

Platziere deinen Lebenslauf und dein Motivationsschreiben neben dir. Bereite einen Stift und Papier vor für eventuelle Notizen. Stelle dir ein Glas Wasser auf den Tisch, falls du einen trockenen Mund bekommst.

Die richtige Haltung ist wichtig!

Die Person, die dich interviewt, kann dich zwar nicht sehen, aber viele Dinge merkt man an deiner Stimme. Darum, schau darauf, dass du aufrecht auf einem Stuhl sitzt. Vermeide Dinge, die Geräusche machen, unruhiges hin und her Laufen, wildes Gestikulieren, Essen, etc. Ein Lächeln spiegelt sich auch positiv in deiner Stimme wieder.

Ablenkungen und Störgeräusche vermeiden!

Suche dir einen ruhigen Ort, wo du nicht gestört wirst. Schließe die Fenster und schalte die Anklopffunktion auf deinem Handy aus. Konzentriere dich auf das Interview.

7 Tipps für ein gelungenes Online-Bewerbungsgespräch

Teste deine technische Ausrüstung!

Du solltest dringend abklären, ob du das notwendige Equipment, also einen funktionierenden Computer, evtl. ein Headset, eine Kamera und eine gute Internetverbindung hast, damit das Interview auch stattfinden kann! Falls nicht, frage Freund*innen oder Bekannte, ob sie dir aushelfen können. Teste vor allem kurz vor dem Gespräch nochmals, ob alles funktioniert.

Welches Programm wird verwendet?

Es gibt viele Programme, Skype, Zoom, Teams …mit denen man online reden kann. Aber kennst du dich auch damit aus? Falls du es dir aussuchen kannst, dann wähle ein Programm, bei dem du dich schon sicher fühlst. Falls es ein neues Programm sein sollte, teste es zuvor aus, evtl. mit einer Freundin*, einem Freund*. Ganz wichtig ist es, dass du z. B.bei Sykpe immer einen seriösen Namen als User angibst, am besten einfach deinen Vor- und Nachnamen. Hasi123 ist z. B. kein seriöser Name!

Wichtig ist auch dein Bild bei Skype. Bitte füge ein seriöses Bild ein, sonst besser keines!

Die richtige Vorbereitung bringt’s!

Wie bei jedem Interview, informiere dich vorab nochmals über das Unternehmen und schreibe dir dazu ein paar Stichworte auf. Lies die Stellenanzeige nochmals aufmerksam durch und notiere dir, warum gerade du richtig für diese Stelle bist. Überlege dir Antworten auf Standardfragen bei Bewerbungsinterviews. Standardfragen findest du beim Bifo.

Platziere deinen Lebenslauf und dein Motivationsschreiben neben dir. Bereite einen Stift und Papier vor für eventuelle Notizen. Stelle dir ein Glas Wasser auf den Tisch, falls du einen trockenen Mund bekommst.

Dein Auftreten und der Hintergrund sind wichtig!

Achte darauf, dass du ordentlich und dem Anlass entsprechend gekleidet bist (Kein Hoddie oder schlampige Kleidung). Auch solltest du auf den Hintergrund in deinem Bild achten. Am besten ist ein neutraler Hintergrund (eine leere Wand), der nicht ablenkt und keine Unordnung! Achte auf das Licht. Am besten ist wohl einfach Tageslicht oder auch ein Deckenlicht, das den Raum gleichmäßig ausleuchtet.

Auf Mimik und Gestik achten!

Wie bei einem realen Interview solltest du darauf achten, wie du auf dein Gegenüber wirkst. Eine positive Ausstrahlung und freundliche Mimik kommen gut an. Setze dich gerade auf einen Stuhl. Übertriebenes Gestikulieren mit den Armen solltest du vermeiden.

Ablenkungen und Störgeräusche vermeiden!

Suche dir einen ruhigen Ort, wo du nicht gestört wirst. Schließe die Fenster und schalte dein Handy aus. Konzentriere dich auf das Interview.

Ruhe bewahren bei technischen Problemen!

Das wichtigste, wenn es zu technischen Störungen kommt ist es, Ruhe zu bewahren! Auch in solchen Situationen kannst du zeigen, dass du es drauf hast und gut reagieren kannst. Ideal ist es, wenn du vorab mit deinem*deiner Interviewpartner*in abklärst, was zu tun ist bei technischen Störungen. Versucht ihr es noch einmal mit demselben Programm, wechselt ihr zu einem anderen Programm oder steigt ihr auf das Telefon um, um das Interview weiter zu führen? So kommt es zu keinen Missverständnissen!

Bewerbung im Ausland

Wenn man sich im Ausland um eine Stelle bewerben will, dann ist es unverzichtbar, die Landessprache oder Englisch zu beherrschen. Deine Bewerbung verfasst du auch in einer dieser Sprachen.Du solltest dich vorab erkundigen, wie eine Bewerbung in dem Land, in dem du dich bewerben möchtest, aussehen sollte, da dies je nach Land unterschiedlich sein kann. Es ist z. B. in den meisten Ländern gar nicht üblich, dass man ein Foto mitschickt – die Ausnahme sind Österreich und südeuropäische Länder wie Spanien oder Portugal.

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aktualisiert 01/2021, aha.bludenz@aha.or.at