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Wohnen: Tipps und Checklisten


Du suchst eine Wohnung? Hier findest du hilfreiche Informationen zur Wohnungssuche sowie Antworten zu Kosten, Förderungen und Anlauf- und Beratungsstellen und Checklisten.

Wohnungssuche

Kontakte nutzen

Erzähle am besten allen, die du kennst, dass du eine Wohnung suchst. Bitte sie, es weiter zu erzählen und für dich Augen und Ohren offen zu halten.

Wenn du hörst, dass jemand umzieht, auszieht oder wegzieht, erkundige dich nach dieser Wohnung. Vielleicht kannst du dann die Wohnung übernehmen.

Viele Wohnungen werden so direkt weitervermietet. Es wird gar nicht öffentlich ausgeschrieben.

Wohnungsanzeigen in Tageszeitungen

Lies die Wohnungsanzeigen in Tageszeitungen (VN, Neue, Wann & Wo) und in Gemeindeblättern so früh wie möglich durch – denn bei der Wohnungssuche gilt meistens: „Der frühe Vogel holt den Wurm!“ Melde dich gleich beim/bei der WohnungsanbieterIn. Wenn du vertröstet wirst, weil es viele InteressentInnen gibt, frag nach, wie deine Chancen stehen. Gib für Rückrufe eine Telefonnummer an, unter der du gut erreichbar bist.

„Schwarzes Brett“

In Schulen, Supermärkten, Gemeindeämtern und Unis gibt es meist „Schwarze Bretter“ (= Pinnwände mit Anzeigen aller Art). Hänge auch dort einen Zettel mit deinen Wünschen auf. Auf diesem sollten deine Kontaktdaten, Informationen zu deiner Person (StudentIn, Lehrling etc.) und deine Vorstellungen von einer Wohnung stehen. Denk daran, dass ein schöner Zettel mit einem tollen Bild mehr Blicke auf sich zieht als ein „Schmierzettel“ Schreibe deine Telefonnummer oder Mailadresse auf Abreißzettel, damit Interessierte diese mitnehmen können.

Achtung: „Schwarze Schafe“ gibt es auch auf dem Wohnungsmarkt und es können unseriöse Angebote dabei sein. Sei deshalb vorsichtig und nimm zur ersten Wohnungsbesichtung am besten eineN FreundIn oder deine Eltern mit.

Online Wohnungsbörsen

Auch im Internet kannst du Angebote finden oder eine Anzeige aufgeben:

 

Studenten- und Gästehäuser in Vorarlberg:

ImmobilienmaklerIn

Um ohne großen Aufwand und schnellstmöglich deine perfekte Wohnung zu finden, kannst du jemanden bezahlen, der sich für dich darum kümmert. EinE ImmobilienmarklerIn kostet im Normalfall höchstens zwei Bruttomonatsmieten.
Informiere dich bei mehreren MarklerInnen und vergleiche die Preise und die Leistungen, die du bekommen kannst. Hast du eineN MarklerIn gefunden der/die zu dir passt, kannst du den Vermittlungsvertrag unterschreiben.

Unterschreibe nichts, was du nicht genau durchgelesen und verstanden hast!

ImmobilienmaklerInnen-Adressen findest du hier.

Rechtliche Informationen, wie viel einE ImmobilienmaklerIn als Provision verlangen darf, erhälst du bei der Arbeiterkammer Feldkirch, Widnau 2-4, Tel 050258-3000.

Kosten

Bevor du dich auf die Suche nach deinen eigenen vier Wänden machst, solltest du abklären, ob du es dir leisten kannst. Welche Kosten kommen auf dich zu:

Einmalige Kosten:

Kaution

Viele VermieterInnen verlangen eine sogenannte Kaution um sich gegen Schäden, die entstehen können abzusichern. Meist sind es circa drei Monatsmieten, die du bei deinem Vermieter hinterlegen. Wenn nach deinem Auszug keine Schäden in der Wohnung sind, bekommst du die volle Summe wieder zurück.

Tipp:

Wenn du in die Wohnung einziehst, dokumentiere den Zustand der Wohnung durch Fotos oder ein Übergabeprotokoll, das von dir und deinem/deiner VermieterIn unterschrieben wird – so sollte es beim 

Tipp:

Ablöse

Wenn Möbel in der Wohnung sind, wird häufig eine sogenannte Ablöse von dem/der VermieterIn verlangt. Je nachdem wie alt und in welchem Zustand die Möbel sind, kann diese Ablöse höher oder niedriger sein. Wenn du dir nicht sicher bist, kann dir auch hier die Mietervereinigung helfen. 

Tipp: Lass dir eine Bestätigung für die bezahlte Ablöse geben.

Mietvertragsgebühr abgeschafft:

Bis November 2017 durften Vermieter eine Mietvertragsgebühr verlangen, so etwas wie eine Bearbeitungsgebühr für den Mietvertrag. Dies ist jetzt nicht mehr möglich. Schau dir also an, für was der Mieter Geld verlangt.

Provision

Wenn du deine Wohnung durch eineN ImmobilienmaklerIn gefunden hast, verlangt dieseR eine Provision. Genaue Infos zur Höhe der Provision bekommst du beim Konsumentenschutz der Arbeiterkammer.

Umzugskosten

Denk daran, dass du in einen Umzug abgesehen von den Miet- und Einrichtungskosten auch Geld für Kleinigkeiten investieren musst – zum Beispiel für Kartons, Klebeband, Benzingeld, Mietauto, Nachsendeauftrag für deine Post etc.

Umzugsfirmen in Vorarlberg findest die hier

Regelmäßige Kosten:

Miete

Diese wird im Mietvertrag festgelegt.

Betriebskosten

Alle vorgeschriebenen Kosten, um den „Betrieb“ einer Wohnung aufrecht zu erhalten (z. B. Wasser, Müllabfuhr, Beleuchtung …).

Nebenkosten

Kosten für Strom und Gas.

Haushaltsversicherung

Die meisten VermieterInnen verlangen sehr oft eine Haushaltsversicherung von dir, als Teil des Mietvertrages.

 

Weitere Kosten

Das hängt ganz von deinem Lifestyle ab. Am besten schreibst du dir auf, welche Kosten bei dir monatlich anfallen und was du für Kleidung, Freizeit, Internet, Handy, Öffis etc. ausgibst.

Tipp: Der Haushaltsbudgetrechner der Arbeiterkammer dient dir als Orientierung.

Umzug

Beim Umzug in dein neues Zuhause musst du neben den Umzugskosten auch wichtige weitere Punkte vor und nach deinem Umzug beachten.

Tipp: Diese Checklisten helfen dir, den Überblick zu bewahren!

Förderungen

Wohnbeihilfe: Land Vorarlberg

Hierbie handelt es sich um eine monatliche Unterstützung. Welche Voraussetzungen du erfüllen musst um diese Beihilfe zu bekommen erfährst du hier.

Antragsformulare für die Wohnbeihilfe erhältst du beim zuständigen Gemeindeamt deines Wohnsitzes.

Es gibt auch eine Wohnbeihilfe für Studierende. Kontaktiere das zuständige Bundesland, in dem du studierst.

Kontakt: Beantragen kannst du die Wohnbeihilfe beim Wohnsitz­gemeinde­amt oder bei der Abteilung Wohnbauförderung im Amt der Vorarlberger Landesregierung.

Gemeinnützige Wohnungen

Gemeinnützige Wohnungen sind Wohnungen, die in bestimmten Situationen günstig angemietet werden können. In Vorarlberg gibt es drei Bauträger, die vom Land unterstützt werden: die Vogewosi, die Alpenländische Heimstätte oder die Wohnbauselbsthilfe.

Durch die finanzielle Unterstützung vom Land Vorarlberg sind die Mieten viel günstiger als auf dem üblichen Wohnungsmarkt. Den Antrag für eine solche Wohnung musst du beim Stadt- oder Gemeindeamt in deiner Nähe stellen. Dort bekommst du auch genaue Informationen über die Voraussetzungen, die du mitbringen musst, damit du so eine Wohnung bekommst. Es kommt vor allem darauf an, wie viel man verdient und was für einen Bezug man zur Gemeinde hat (im Normalfall Wohnsitzgemeinde oder Gemeinde, in der sich ein Arbeitsplatz befindet). Falls du die vorgegebenen Voraussetzungen erfüllst, wirst du in die Liste der Wohnungssuchenden aufgenommen. Allerdings sind diese Wartelisten in den meisten Städten und Gemeinden sehr lang und man muss Geduld haben.

Kontakt: Stadt- oder Gemeindeamt in deiner Nähe (Wohn- oder Arbeitsort)

Wohnzuschuss für Lehrlinge

Den Wohnzuschuss können Lehrlinge beantragen,

  • die ihre Lehre in Vorarlberg absolvieren und
  • die aufgrund des Lehrverhältnisses auf ein Privatquartier oder einen Heimplatz angewiesen sind, wodurch zusätzliche Kosten entstehen.
  • Wenn keine Wohnbeihilfe bezogen wird (seit 01.01.2016 auch für Lehrlinge möglich).

Gefördert werden bis zu 50% der Unterkunftskosten, maximal € 2.500,- jährlich.

Kontakt: Infos bei der Arbeiterkammer Vorarlberg

Wohnzuschuss für BerufsschülerInnen

Wenn du BerufsschülerIn bist und ein Internat/Heim besuchst, musst du die Kosten für deine Unterbringung nicht  mehr selbst bezahlen. Dies muss deine Firma übernehmen. Die Firma kann das Geld dann bei der Wirtschaftskammer zurückfordern.

Kontakt: Infos bei der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Wohhnkostenbeihilfe für Grundwehr- oder Zivildiener

Wenn du als Grundwehr- oder Zivildiener zum Zeitpunkt der Genehmigung deines Einberufungsbefehles (Grundwehrdiener) bzw. Zuweisungsbescheides (Zivildiener) in einer eigenen Wohnung (Miete oder Eigentum) gegen Entgelt wohnst, kannst du um Wohnkostenbeihilfe ansuchen. Somit ist es dir weiterhin möglich, deine Wohnkosten zu bezahlen.

Kontakt: Genauere Infos zum Antrag und zu den Voraussetzungen erhältst du bei der Zivildienstserviceagentur oder beim Heerespersonalamt.

Heizkostenzuschuss

Für Personen mit niedrigem Einkommen. Die Abwicklung und Ausbezahlung des Zuschusses erfolgt über die Wohnsitzgemeinde.

Kontakt: Stadt- oder Gemeindeamt in deinem Wohnort

Familienbeihilfe

Die Familienbeihilfe wird beim Wohnsitzfinanzamt beantragt. Der Anspruch besteht für alle Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wer hat ab 18 noch Anspruch auf Familienbeihilfe?

Für bereits 18-jährige besteht nur dann Anspruch auf die Familienbeihilfe, wenn sie für einen Beruf (Lehre, Schule, Studium, Fachhochschule etc.) aus- oder fortgebildet werden.

Hast du das 18. Lebensjahr vollendet und gehst keiner Berufsausbildung nach, besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe – auch dann nicht, wenn du beim Arbeitsmarktservice als arbeitslos vorgemerkt bist.

Bezugsdauer

Maximal kannst du die Familienbeihilfe bis zu deinem 25. Geburtstag bekommen. Unter gewissen Voraussetzungen ein Jahr länger: Wenn du deinen Präsenz-, Zivil- oder Ausbildungsdienst oder ein freiwilliges soziales Jahr im Inland gemacht hast oder, wenn du ein Studium mit einer Mindestdauer von 10 Semestern absolviert hast

Beantragung

Beantragt werden kann die Familienbeihilfe, auch wenn du schon volljährig bist, nur von deinen Eltern. Den Anspruch auf die Familienbeihilfe haben im Normalfall nämlich deine Eltern. Nur, wenn du schon in einer eigenen Wohnung wohnst, deine Eltern dich nicht finanziell unterstützen und du aber offiziell noch Anspruch auf Familienbeihilfe hast, kannst du direkt die Beihilfe anfordern.

Wenn deine Eltern einverstanden sind und du bereits volljährig bist, kann die Familienbeihilfe direkt auf dein Konto überwiesen werden, auch wenn du noch zu Hause wohnst. Dafür brauchst du das Formular Beih20.

Bei Fragen zur Familienbeihilfe wende dich an das Infocenter des Finanzamtes: 050-233233

Du bist unter 18 und willst ausziehen…

Wenn du unter 18 bist und ausziehen willst, musst du einiges mehr beachten, weil du noch nicht volljährig und somit noch nicht voll geschäftsfähig bist. Das heißt, du kannst solange frei über dein Geld verfügen, solange du noch genug zum Leben übrighast.

Du kannst also einen Mietvertrag nur dann abschließen, wenn du genug Geld hast, um die Miete zu bezahlen und danach noch genug hast, um dein Leben davon zu bezahlen (Essen, Kleidung, Schulsachen etc.) Außerdem musst du in der Lage sein, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Also selbst deinen Haushalt ordentlich führen können, pünktlich in die Schule/Arbeit kommen und so weiter.

Achtung: Viele VermieterInnen schließen prinzipiell keine Mietverträge mit unter 18-jährigen ab.

Tipp: Vor Unterzeichnung solltest du den Vertrag genau prüfen lassen (z. B. bei der Arbeiterkammer).

Deine Eltern bzw. Erziehungsberechtigten sind mit deinem Auszug einverstanden

Weniger kompliziert ist dein Auszug, wenn deine Eltern dich unterstützen und damit einverstanden sind. Auch wenn du ausgezogen bist, sind sie immer noch für deinen Unterhalt verantwortlich. Bisher haben sie den Unterhalt in Form von Wohnen, Kleidung und Essen bezahlt. Auch nach deinem Auszug hast du immer noch das Recht auf einen finanziellen Beitrag. Die Unterhaltspflicht endet nicht mit deiner Volljährigkeit, sondern erst, wenn du deine Ausbildung (Lehre, Schule, Studium…) abgeschlossen hast und für dich selbst sorgen kannst.

Wenn du über 18 Jahre bist und deine Eltern dir keinen Unterhalt zahlen, kannst du den Unterhalt beim Bezirksgericht in deinem Wohnraum einklagen. In Ausnahmefällen kannst du die Familienbeihilfe selbst beim Finanzamt beantragen: Wenn deine Eltern zum Beispiel keinen Unterhalt zahlen oder dich nicht finanziell unterstützen.

Wollen deine Eltern keinen Unterhalt zahlen, obwohl du sie schon auf ihre Pflicht angesprochen hast, dann kann dir, wenn du unter 18 Jahren alt bist, die Kinder- und Jugendhilfe bei der Durchsetzung helfen.

 

Mehr Infos bekommst du bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft. Hier klärt man dich über deine Rechte auf und hilft dir bei Problemen mit deinen Eltern – kostenlos, vertraulich und anonym.

Deine Eltern bzw. Erziehungsberechtigten sind nicht mit deinem Auszug einverstanden

Falls du zu Hause eine sehr schwierige Situation hast und es einen wichtigen Grund gibt von zu Hause auszuziehen, kannst du dies auch gegen den Willen deiner Erziehungsberechtigten tun. Hier geht es um Situationen, in denen deine Entwicklung und deine Gesundheit bedroht sind. Wenn deine Eltern zum Beispiel Gewalt (schlagen, oder auch mobben) anwenden oder wenn du vernachlässigt wirst.

Kein Grund ist es, wenn deine Eltern dir Regeln und Vorschriften geben, die dir nicht passen und du deswegen ständig mit ihnen Zoff hast. Wenn es allerdings ernste Gründe sind, wieso du ausziehen willst, muss das Familiengericht seine Zustimmung zum Auszug geben.

Deine Eltern sind verpflichtet, für dich Unterhalt zu zahlen, wenn du nicht mit ihnen zusammenlebst.

Hol dir in derartigen Situationen Unterstützung bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft, Abteilung Kinder- und Jugendhilfe:

Bludenz, Tel 05552-6136-51514

Bregenz, Tel 05574-4951-52516

Dornbirn, Tel 05572-308-53513

Feldkirch, Tel 05522-3591-54518

Tipp: Die Bezirksgerichte erteilen jeden Dienstag von 8-12 Uhr kostenlose Rechtsauskünfte.

Notunterkünfte

Notschlafstellen sind Zufluchtsorte in Krisen. Du brauchst ganz dringend einen Schlafplatz bzw. eine kurzfristige Unterkunftsmöglichkeit? Dann melde dich hier:

Notschlafstelle der Caritas
Tel 05522-200-1200
notschlafstelle@caritas.at
Mindestalter: ab 18 Jahren

Dowas-Notschlafstelle
Tel 05574-9090234
grundversorgung@dowas.at
Mindestalter: ab 18 Jahren

IfS-Krisenwohnungen

Kurzfristige Wohnmöglichkeit (bis zu einem halben Jahr) in schwierigen Lebenssituationen. IfS-Krisenwohnungen bieten eine WG, in der die BewohnerInnen eigenständig leben. Einziehen können hier Erwachsene mit oder ohne Kinder.

IfS-Krisenwohnungen 
Tel 051755-500
krisenwohnungen@ifs.at
Mindestalter: ab 18 Jahren

Du bist noch minderjährig und brauchst Hilfe in einer Krisensituation bei dir zu Hause?

Dann wende dich entweder an die nächstgelegene Polizeidienststelle und frag nach dem/der MitarbeiterIn des Familienkrisendienstes (am Wochenende und nachts zuständig, ansonsten an die Kinder- und Jugendhilfe der örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaft wenden) oder melde dich bei der Telefonseelsorge unter der Nummer 142!

Beratungsstellen in Vorarlberg

Wenn du Fragen zu deiner rechtlichen Situation hast oder mehr Informationen benötigst, dann wende dich an eine der Beratungsstellen in deiner Nähe.

Checkliste für deine Wohnungssuche

Damit du bei deiner Wohnungssuche nichts vergisst, kannst du dir hier eine Checkliste downloaden (PDF).

 

aktualisiert mo 9/2019  aha.bregenz@aha.or.at

Europafahne mit Händen

Förderungen der EU


Informationen zu Förderungen der Europäischen Union für Jugendprojekte.

Erasmus+: Jugend in Aktion und Europäisches Solidaritätskorps

Erasmus+: Jugend in Aktion

Erasmus+ heißt das EU-Förderprogramm für Bildung, Jugend und Sport (2014 – 2020). Unter diesem Dach sind auch Fördermöglichkeiten für Jugendprojekte bzw. die außerschulische Jugendarbeit zu finden. Insgesamt stehen bis 2020 europaweit rund 1,4 Milliarden Euro an Fördermitteln für den Jugendbereich zur Verfügung.

Das Programm fördert Mobilität und interkulturelle Lernerfahrungen für Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren sowie Weiterbildung und Vernetzung von Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind.

Europäisches Solidaritätskorps (ESK)

Das Europäische Solidaritätskorps fördert ein soziales und vielfältiges Europa sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem solidarisches Handeln junger Menschen über Ländergrenzen hinweg ermöglicht wird. Unterstützt wird das Engagement junger Menschen in Projekten und Aktivitäten, die der Gemeinschaft zugutekommen mit 1,25 Milliarden Euro (2018 – 2020).

Das ESK bietet Jugendlichen die Möglichkeit sich in Freiwilligenprojekten im eigenen Land oder im Ausland zu engagieren. Auch Jobs und Praktika in ganz Europa werden vermittelt. Gemeinnützige Organisationen und Unternehmen können mit Hilfe des ESK junge Menschen aus ganz Europa in ihr Team aufnehmen. Zudem werden lokale Projekte von Jugendlichen gefördert, die die Bedürfnisse der eigenen Region decken.

Was wird gefördert?

Bei der Auswahl der passenden Förderschiene für dein Vorhaben unterstützt diese Entscheidungshilfe.

Zur Inspiration findest du hier eine Auswahl bereits geförderter Projekte:

Europäisches Solidaritätskorps: https://europa.eu/youth/solidarity/projects_en

Erasmus+: https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects_de

JUGENDBEGEGNUNGEN (Erasmus+)

Jugendgruppen aus verschiedenen Ländern treffen sich und arbeiten gemeinsam an einem Thema. Zwei Möglichkeiten zur Umsetzung gibt es: ihr fahrt auf eine Jugendbegegnung in einem Partnerland oder ihr veranstaltet ein Treffen bei euch zu Hause.

Dauer: mindestens 5 Tage, maximal 3 Wochen

TeilnehmerInnen: mindestens 16, maximal 60 Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren

Förderung: Pauschalsumme für Reisekosten und Tagespauschale pro TeilnehmerIn

Wichtig: Ein zentrales Projektthema, z. B. Arbeitslosigkeit, Rassismus, Umweltschutz, Drogen …, um das es bei eurem Treffen geht.

Gemeinsame Vorbereitung und Planung des Treffens. Tipp: Nutzt die Chance und trefft euch vorab persönlich mit euren Partnern. Die Kosten für dieses Vorbereitungstreffen werden übernommen.

Weitere Infos: jugendinaktion.at/jugendbegegnung

GRENZÜBERSCHREITENDE JUGENDINITIATIVEN (Erasmus+)

Eine Gruppe von mindestens vier Jugendlichen setzt mit Jugendlichen in einem anderen Land eine Projektidee um. Eure Ideen und eure Kreativität sind gefragt! Ihr organisiert euch euer Projekt selbst und arbeitet eigenständig. Klar könnt ihr euch von Profis unterstützen lassen, wenn nicht alles von euch leistbar ist.

Ihr engagiert euch im kulturellen, künstlerischen oder sozialen Bereich wie zum Beispiel:

  • Kampf gegen Ausgrenzung, Rassismus
  • Informationen zu Themen, die euch und andere Jugendliche angehen, wie z. B. Jugendrechte, Chancengleichheit, aktive politische Mitgestaltung, Drogenprävention, Freizeitangebot usw.
  • Verbreiten unterschiedlicher Informationen durch Radio, Video, Internet usw.
  • Umwelt
  • Kulturelle Aktivitäten wie Tanz, Musik, Theater

Förderung: Pauschale für Projektmanagement, Treffen, Projektergebnisse usw.

Weitere Infos: jugendinaktion.at/jugendinitiative

WEITERBILDUNG UND VERNETZUNG FÜR JUGENDARBEITERiNNEN (Erasmus+ und ESK)

Training und Vernetzung auf europäischer Ebene. JugendarbeiterInnen, junge Menschen und Interessierte haben die Chance, gemeinsam mit Teilnehmenden aus anderen Ländern für einige Tage neue Methoden der Jugendarbeit auszuprobieren. Dazu gehört auch, sich zu vernetzen, Kenntnisse des non-formalen Lernens zu vertiefen, Projektpartnerschaften mit anderen Jugendeinrichtungen aufzubauen und vieles mehr.

Förderfähig sind Studienbesuche, Jobshadowings, Seminare, Trainingskurse.

Es gibt die Möglichkeit, selber eine Weiterbildungsaktivität zu organisieren und dafür um EU-Förderung anzusuchen oder an bestehenden Weiterbildungen teilzunehmen.

Informationen über europäische Weiterbildungsangebote:

Weitere Infos: jugendinaktion.at/mobilitaet-fuer-fachkraefte

STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN (Erasmus+)

Organisationen aus zwei oder mehr Ländern setzen innovative Jugend- und Bildungsprojekte um (auch sektorübergreifend, z. B. Jugendarbeit – Schule – Wirtschaft).

Strategische Partnerschaften ermöglichen die länderübergreifende Zusammenarbeit und fördern den Austausch guter Praxis sowie die Entwicklung neuer Methoden und Lernangebote. Die Projekte sollen nachhaltig wirken und auf systemischer Ebene zur Veränderung beitragen. Im Jugendbereich werden insbesondere folgende Ziele verfolgt:

  • Förderung von qualitativ hochwertiger Jugendarbeit, insbesondere Projekte, die mit benachteiligten Jugendlichen als Zielgruppe arbeiten und solche, die den interkulturellen Dialog fördern und Anti-Diskriminierungsarbeit zum Thema haben
  • Unterstützung von bereichsübergreifenden Projekten, die Empowerment und aktive Beteiligung junger Menschen fördern
  • Förderung von (sozialem) Unternehmertum bei jungen Menschen
  • Internationalisierung und Professionalisierung der Jugendarbeit: Förderung von Kompetenzen, Auf- und Ausbau von Qualitätsstandards, Verknüpfung von Praxis, Politik und Forschung

Förderung: Pauschale für Projektmanagement und -umsetzung, transnationale Treffen und Trainingsaktivitäten und die Entwicklung projektrelevanter Tools

Weitere Infos: jugendinaktion.at/strategische-partnerschaften

Zum Beispiel: Strategische Partnerschaft „Active citizenship pays off: European cooperation on a recognition system for volunteering and active people“ (2016 – 2018): Mit diesem Projekt möchten die Partner aha – Jugendinformationszentrum Vorarlberg, Young Scot/Schottland und das Büro für Zukunftsfragen beim Amt der Vorarlberger Landesregierung freiwilliges Engagement unter Jugendlichen fördern. Das Wissen und die Erfahrung der Projektpartner über Anerkennungssysteme für freiwilliges Engagement wurde geteilt und ein solches System, bei dem Jugendliche für ihre aktive Beteiligung Punkte sammeln und dafür als Anerkennung sinnvolle Produkte und Möglichkeiten für besondere Erfahrungen erhalten, wurde entwickelt. Zusätzlich wird für die Erfassung von Art und Umfang der freiwilligen Tätigkeit der Jugendlichen ein „Engagement-Lebenslauf“ ausgearbeitet, der die erworbenen Kompetenzen dokumentiert.

Ergebnisse dieses Projekts sind die Plattform aha plus sowie ein Handbuch zur Entwicklung der Anerkennungssysteme aha plus und Young Scot Rewards.

EU-JUGENDDIALOG (Erasmus+)

Gefördert werden Projekte, welche die aktive Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben unterstützen. Ebenso sollen die Projekte die Diskussion zu Themen und Prioritäten des Strukturierten Dialogs sowie zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie anregen.

Aktivitäten im Strukturierten Dialog können in Form von Seminaren, Konferenzen, Konsultationen und anderen Formaten auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene stattfinden.

Förderung: Pauschale für Reisekosten, Tagespauschale pro TeilnehmerIn, Umfragen, Verbreitung der Projektergebnisse

Weitere Infos: jugendinaktion.at/strukturierter-dialog

FREIWILLIGENDIENST (ESK)

Junge Erwachsene zwischen 18 und 30 helfen zwei bis zwölf Monate in einer Organisation im Sozial-, Jugend-, Umwelt- oder Kulturbereich mit. Organisationen können im Rahmen von Freiwilligenprojekten junge motivierte Menschen aus Europa und seinen Nachbarländern gewinnen, die sich für ihr Projekt freiwillig engagieren. Die Einsatzorte sind vielfältig und reichen vom Jugend- und Kulturzentrum, über Hort und Kindergarten, Pflegeeinrichtungen bis hin zu Seniorenhäusern. Jede/r Jugendliche zwischen 18 und 30 Jahren kann sich für ein solches Freiwilligenprojekt bewerben. Es sind keinerlei Zeugnisse oder Fachkenntnisse erforderlich. Im Vordergrund stehen die Lernerfahrung für die Freiwilligen sowie der Nutzen für die Organisationen, ihren KlientInnen und die lokale Gemeinschaft.

Weitere Infos: www.aha.or.at/esk

LOKALE SOLIDARITÄTSPROJEKTE (ESK)

Solidaritätsprojekte sind Projekte im eigenen Land, die von jungen Menschen von 18 bis 30 Jahren entwickelt und umgesetzt werden. Dabei überlegen sich die Jugendlichen, was in ihrem Umfeld (ihrem Ort, ihrem Bezirk, ihrer Region) gebraucht wird und wie ihr Projekt dazu beisteuern kann. Die Themen für Solidaritätsprojekte sind breitgefächert und können, z. B. sein: Projekte zur Steigerung des Umweltbewusstseins, Aktivitäten die ein friedliches und positives Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Herkunft fördern, Projekte, die den generationenübergreifenden Dialog in der Gemeinde ermöglichen. Organisationen können Jugendgruppen aus ihrem Umfeld bei der Umsetzung eines Solidaritätsprojekts unterstützen.

Beispiele und Infos zum Ablauf eines solchen lokalen Projekts gibt’s in diesem Video.

Weitere Infos: www.solidaritaetskorps.at/fuer-jugendliche/solidaritaetsprojekte/

PRAKTIKA & JOBS (ESK)

Organisationen und Unternehmen können jungen Menschen Praktika und Jobs im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps anbieten. Praktika dauern in der Regel zwischen zwei und sechs Monate und können auf zwölf Monate verlängert werden. Bei den Jobs handelt es sich um Vollzeitstellen, die im Zeitraum von drei bis zwölf Monaten durch Förderungen unterstützt werden. Eine finanzielle Unterstützung erleichtert den Umzug in ein neues Land sowie den Einstieg in ein neues Fachgebiet. Derzeit befindet sich die Schiene Jobs & Praktika in Österreich noch im Aufbau.

Wann können Projekte beantragt werden?

Es gibt drei Termine im Jahr, zu denen ihr euren Projektantrag einreichen könnt (für einen Projektstart jeweils drei bzw. vier Monate später):

Erasmus+: Jugend in Aktion:
5. Februar, 12 Uhr MEZ
30. April, 12 Uhr MEZ
1. Oktober, 12 Uhr MEZ

Europäisches Solidaritätskorps:
7. Februar, 12 Uhr MEZ
30. April, 12 Uhr MEZ
1. Oktober, 12 Uhr MEZ

Wo gibt es Unterstützung?

AHA

Das aha berät über die Fördermöglichkeiten im Rahmen der Programme und unterstützt bei der Partnersuche und Antragstellung.

Kontaktpersonen:
Veronika Drexel

ÖSTERREICHISCHE NATIONALAGENTUR ERASMUS+: JUGEND IN AKTION UND EUROPÄISCHES SOLIDARITÄTSKORPS

Auf der Website der Nationalagentur findest du alle Informationen über das Programm, Antragsformulare und Tipps zur Antragstellung.

IZ – Verein zur Förderung von Vielfalt, Dialog und Bildung
Dresdner Straße 82/12
1200 Wien
Tel 01-586 7544

www.jugendinaktion.at
www.solidaritaetskorps.at

aha news Förderungen & Internationales

Einmal im Monat informieren wir im E-Mail-Newsletter aha news Förderungen & Internationales über internationale Weiterbildungsangebote und andere Aktivitäten für Jugendliche und in der Jugendarbeit Tätige.

E-Mail-Newsletter bestellen

Europäische Trainingsangebote

Der Trainingskalender informiert über Weiterbildungs- und Vernetzungsangebote in ganz Europa.

T-Kits

Die T-Kits enthalten Informationen und Tipps zu unterschiedlichen Themen der (internationalen) Jugendarbeit: Projektmanagement, Interkulturelles Lernen, Inklusion usw.

 

 

Informationen über weitere Fördermöglichkeiten für Projekte für und mit Jugendlichen finden sich hier.

 

Mädchen und Erwachsene beim backen

Au-pair


Du möchtest als Au-pair ins Ausland? Informiere dich über die Aufgaben und Voraussetzungen eines Au-pairs, über Au-pair Agenturen, darüber, wie du eine Gastfamilie selbst organisieren kannst und auch über deine Versicherungsmöglichkeiten.

Voraussetzungen

Als Au-pair lebst du bei einer Gastfamilie und betreust deren Kinder. Du hilfst bei der anfallenden Hausarbeit mit (wöchentliche Arbeitszeit zwischen 20 und 45 Stunden – je nach Land unterschiedlich)

Alter

  • ab 18 bis 30 Jahre
  • England: 17 bis 30 Jahre
  • USA: 18 bis 26 Jahre

Dauer

  • 1 bis 12 Monate, Verlängerung möglich
  • USA: mindestens 12 Monate

Voraussetzungen (können von Land zu Land unterschiedlich sein)

  • Erfahrung im Umgang mit Kindern
  • etwas Geschick für Hausarbeit
  • Schul- oder Berufsabschluss
  • Verantwortungsbewusstsein, Selbständigkeit, Flexibilität
  • ärztliches Gesundheitsattest
  • einwandfreies, polizeiliches Führungszeugnis
  • Kenntnisse der Landessprache, zumindest Englischkenntnisse
  • Führerschein und Fahrpraxis (für USA verpflichtend)
  • NichtraucherIn
  • ledig, kinderlos

Was bekommst du im Normalfall?

  • kostenlose Unterkunft (eigenes Zimmer) und Verpflegung
  • wöchentliches Taschengeld
  • Möglichkeit zum Besuch einer Sprachschule
  • In Europa bekommst du je nach Land die Unfall- und/oder Krankenversicherung bezahlt, hast ein bis zwei Tage in der Woche frei und/oder Anspruch auf bezahlten Urlaub.

Erfahrung im Umgang mit Kindern sammeln

Bei der praktischen Kinderbetreuungserfahrung kannst du dir verschiedene Tätigkeiten anrechnen lassen: Babysitten, Nachhilfeunterricht, Praktikum in einem Kindergarten, LeiterIn in einer Jungschar/Pfadfinder Gruppe etc.

Tipp: Du brauchst noch Praxiserfahrung? Melde dich bei den Familienimpulsen im Vorarlberger Kinderdorf. Dort kannst du Familien unterstützen, indem du aktiv Zeit mit ihren Kindern verbringst. Dafür gibt es eine Bestätigung.

Au Pair Agenturen

Achte auf das Sternchen, denn hier bekommst du mit deiner aha card eine Ermäßigung.

Gastfamilie selbst organisieren

Beachte folgende Schritte, wenn du selbstständig eine Au-pair Stelle finden willst:

Versicherung

  • Erkundige dich auf jeden Fall bei deiner zuständigen Krankenversicherungsanstalt (z. B. VGKK, BVA …) über deine Versicherungsmöglichkeiten. Speziell bei Aufenthalten in Ländern außerhalb der EU wird auch ein zusätzlicher Versicherungsschutz über eine Privatversicherung/Auslandsversicherung empfohlen.
  • Zu beachten ist auch, dass die Versicherung über die Krankenkasse Rückholkosten aus dem Ausland sowie eine Haftpflichtversicherung für das Au-pair nicht beinhaltet.
  • Vor deiner Abreise ins Ausland solltest du alle nötigen Arztbesuche (Zahnärztin/Zahnarzt, GynäkologIn) erledigen, da in einigen Ländern die Selbstbehalte für bestimmte Behandlungen und Untersuchungen (vor allem für Zahnbehandlungen) höher sind als in Österreich!
  • In folgenden Ländern ist eine Kranken- und Unfallversicherung über deine Gastfamilie prinzipiell möglich: Frankreich, Niederlande, Norwegen, Finnland, Island und USA. Kläre vor Reiseantritt mit deiner Gastfamilie ab, ob sie dich mitversichern.
  • Empfehlenswert ist, auch weiterhin in Österreich über einen gültigen Sozialversicherungsschutz oder einen gleichwertigen Schutz zu verfügen, da sonst im Falle einer langwierigen Erkrankung, die in Österreich weiterbehandelt werden soll, kein Versicherungsschutz besteht (unbedingt mit deiner bestehenden Versicherung abklären).
  • Es gibt kostengünstige Au-pair-Versicherungen, welche die Kosten für Krankheiten mit akutem Charakter (zahnärztliche Behandlungen mit Selbstbehalt) sowie Heimtransportkosten übernehmen. Zudem sind in diesen Au-pair-Versicherungen auch eine Haftpflicht- und Unfallversicherung enthalten.

Au Pair Versicherungen:

Achtung: Für die Zeit als Au-pair gilt kein Anspruch auf Familienbeihilfe.

Der komplette Info-Folder „Au-pair“ kann hier downgeloadet werden.

Au Pair in Österreich

Au-pair Agenturen

Das Au-pair Programm ist ein Kulturaustauschprogramm. Die teilnehmende Familie nimmt für ein Jahr ein Au-pair bei sich auf, gewährt ihm freie Unterkunft und Verpflegung und bezahlt ihm ein Taschengeld. Im Gegenzug  hilft das Au-Pair bei Hausarbeiten und bei der Kinderbetreuung, in der Freizeit besucht es einen Sprachkurs und lernt die österreichische Kultur kennen.

Für eine rasche und unkomplizierte Vermittlung wird die Abwicklung über eine offizielle Au pair-Agentur empfohlen:

Eigenständige Suche

Profil erstellen auf einer Au-pair Plattform

Au-pair Plattformen bieten Informationen zu diversen Ländern, Taschengeld,.. Außerdem können Sie dort auch nach Au-pairs suchen.
www.aupair-world.net
www.au-pair.com
www.greataupair.com

Kontaktaufnahme und Austausch

Um herauszufinden ob der/die Kandidatin auch wirklich zur Familie passt, sollte man viel im Austausch sein (E-Mail, Skypen, Telefongespräche,…)
Beispiele für Fragen findet man z.B. unter https://www.aupairworld.com/de/how_to/au_pair_questions 

Vereinbarungen klären

Aufenthaltsrechtliche Voraussetzungen klären: Au-pair Kräfte aus EU-/EWR Mitgliedstaaten und der Schweiz benötigen keinen Aufenthaltstitel. Sie müssen jedoch spätestens vier Monate nach der Einreise eine Anmeldebescheinigung bei der zuständigen Aufenthaltsbehörde beantragen.
Au-pair Kräfte aus Drittstaaten müssen beim AMS spätestens zwei Wochen vor Beginn der Tätigkeit gemeldet werden. Das AMS stellt dafür eine Anzeigebestätigung aus. Diese gilt zunächst für sechs Monate und kann unter bestimmten Voraussetzungen um weitere sechs Monate verlängert werden.

Für die Beschäftigung von Au-pairs gilt das Hausgehilfen-und Hausangestelltengesetz. Die Arbeitszeit darf höchstens 18 Stunden/Woche betragen.

Eine Anmeldung zur gesetzlichen Sozialversicherung ist ebenfalls erforderlich www.sozialversicherung.at .

Unfall- und Krankenversicherung: Infos gibt es bei der zuständigen Versicherungsanstalt.


Informationen zum Visum

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres

oesterreich.gv.at 

Allgemeine Infos zu den Rahmenbedingungen Au-pair in Österreich

oesterreich.gv.at

AMS

Sozialministerium.at  (Suchbegriff: Au Pair)

Für spezielle Situationen und Fragen kann man sich in Vorarlberg an das Arbeitsmarktservice (AMS) wenden, welches für den Wohnbezirk zuständig ist:
www.ams.at/vbg/service-arbeitsuchende/arbeitsuche/geschaeftsstellen/adressen

Babysittervermittlung

Die Frau Holle Babysittervermittlung des Vorarlberger Familienverbandes ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Kontaktaufnahme zwischen BabysitterInnen und Familien, sollten Sie nur hin und wieder Hilfe bei der Kinderbetreuung brauchen.

 

aktualisiert November 2019, aha@aha.or.at

Junge Menschen engagieren sich beim ESK-Freiwilligendienst in einem anderen Land Europas.

ESK-Freiwilligendienst


Engagiere dich mit dem Freiwilligendienst des Europäischen Solidaritätskorps bei einer Umwelt- Kultur- oder Sozialeinrichtung in Europa.

 

Hinweis: Der ESK-Freiwilligendienst ist das Nachfolgeprogramm des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD).

Mit dem Freiwilligendienst des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) engagierst du dich im Sozial-, Kultur- oder Umweltbereich, entdeckst dabei eine andere Kultur, schließt neue Bekanntschaften und lernst nebenbei eine Sprache – und das fast kostenlos.

Das Programm im Detail

Wer kann teilnehmen?

Bei Projektstart musst du zwischen 18 und 30 Jahre alt sein. Du brauchst keine bestimmten Vorkenntnisse, keine spezielle Ausbildung oder Fremdsprachenkenntnisse.

Wie lange dauert ein Einsatz?

Ein Einsatz dauert zwei bis maximal zwölf Monate. Generell ist es einfacher, längere Projekte zu finden (acht bis zwölf Monate). In speziellen Fällen ist ein Kurzzeit-Aufenthalt zwischen zwei Wochen und zwei Monaten möglich.

Wo helfe ich mit?

Es gibt verschiedene Bereiche, in denen du dich engagieren kannst: Soziales, Kultur & Umwelt. Die Möglichkeiten deines Einsatzes sind daher vielfältig: Du arbeitest in einer Tagesstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen in Litauen oder engagierst dich in einem Kindergarten in Frankreich. Vielleicht hilfst du in einem Jugendzentrum in Belgien mit oder du arbeitest bei einer Pfadfinderorganisation oder einem Tierheim in Dänemark.

In welchen Ländern ist der ESK-Freiwilligendienst möglich?

In allen Mitgliedsstaaten der EU und in Ausnahmefällen in Partnerländern der EU.

Wie viel kostet der ESK-Freiwilligendienst?

Bis auf einen eventuellen Teil der Reisekosten ist der ESK-Freiwilligendienst für dich kostenlos. Alle weiteren Kosten sind durch das EU-Förderprogramm Europäisches Solidaritätskorps und die Aufnahmeorganisation gedeckt. Dies beinhaltet Unterkunft und Verpflegung, ein monatliches Taschengeld (ca. € 150; an die Lebenshaltungskosten des Landes angepasst), einen Reisekostenzuschuss sowie Transportkosten vor Ort, die Versicherung, einen Sprachkurs und Trainings. Zudem haben österreichische TeilnehmerInnen unter 24 Jahren Anspruch auf Familienbeihilfe.

Wie melde ich mich an?

Wenn du neugierig geworden bist, fülle bitte dieses Formular aus und du wirst zu einem Infoabend eingeladen. Dort erfährst du mehr Details über das Programm und wie du selbst Projekte suchen und dich bewerben kannst. Wir unterstützen dich gerne bei der Projektsuche, können dir aber nicht garantieren, dass du zum gewünschten Zeitpunkt einen Projektplatz findest. Einen ersten Überblick über freie Projekte findest du in dieser Datenbank: http://europa.eu/youth/volunteering/project_en

Kontaktperson im aha: Stephanie Sieber, stephanie.sieber@aha.or.at, 05572/52212-44.

Wann muss ich mich bewerben?

Die Kontaktaufnahme mit dem aha und die Suche nach einer Aufnahmeorganisation sollten am besten einige Monate vor dem gewünschten Projektstart passieren. Je früher du dich bewirbst, desto besser! Wer spontan und flexibel ist, kann aber auch kurzfristig einen Projektplatz ergattern.

Ob die Organisation die Freiwilligen vor der Antragsfrist oder erst nach Genehmigung (etwa zweieinhalb Monate nach Antragsfrist) auswählt, ist unterschiedlich.

Für die Organisationen gibt es pro Jahr drei Fristen um Förderanträge einzureichen. Frühestens drei Monate nach der Antragsfrist kann der Einsatz beginnen.

Erfahrungsberichte

Auf unserem Blog unter www.ahamomente.at/esk werden laufend neue Berichte von unseren ESK-Freiwilligen veröffentlicht.

Eine Übersicht der aktuellen Vorarlberger Freiwilligen findest du hier:

Infos für Aufnahmeorganisationen

Primär ist der ESK-Freiwilligendienst als alternative Bildungs- und Qualifizierungschance für junge EuropäerInnen gedacht. Die Tätigkeit soll dem/der Jugendlichen reiche Erfahrung sowohl in fachlicher, als auch in sozialer und kultureller Hinsicht bieten und der aufnehmenden Einrichtung die Unterstützung eines/einer motivierten und engagierten Jugendlichen aus einem anderen Land ermöglichen.

Welche Aufgaben hat die Aufnahmeorganisation (AO)?

Die AO stellt Unterkunft (Einzelzimmer) und Verpflegung (drei Mahlzeiten pro Tag). Des Weiteren benennt die Aufnahmeorganisation eine Ansprechperson (MentorIn) für die Freiwilligen, um die kontinuierliche Begleitung/Betreuung sicherzustellen.

Was kostet die Aufnahme eines/einer Freiwilligen?

An Kosten fallen für die Aufnahmeorganisation Unterkunft und Verpflegung an. Wenn keine Möglichkeit besteht, direkt bei der AO zu essen, gilt als Richtwert für Essensgeld € 7,- pro Tag.
Als Teilkostenersatz für Unterkunft und Verpflegung erhält die Organisation € 200,- pro Monat.
Der/die Freiwillige hat in den meisten Fällen die Europäische Versicherungskarte und wird zusätzlich über das Programm kranken-, unfall- und haftpflichtversichert. Der AO fallen für die Versicherung keine Kosten an.
Das aha meldet die Freiwillige/den Freiwilligen zu einem Sprachkurs an. Die Kosten dafür sind von der EU gefördert.

Welches sind die nächsten Schritte?

Die Aufnahmeorganisation formuliert in Zusammenarbeit mit dem aha eine Projektbeschreibung sowie ein Anforderungsprofil für den Freiwilligen/die Freiwillige. Die Nationalagentur für das Programm überprüft die Aufnahmeorganisation, gibt sie als ESK-Einsatzstelle frei und stellt die Projektbeschreibung in eine Online-Datenbank. Über die Datenbank können sich interessierte Jugendliche beim aha bewerben und die AO wählt unter den BewerberInnen eineN FreiwilligeN aus. Zur nächstmöglichen Antragsfirst werden die finanziellen Mittel für den Einsatz beantragt. Wird der Antrag genehmigt, beginnen die Vorbereitungen für die Aufnahme des/der Freiwilligen. Das Anforderungsprofil und die Projektbeschreibung müssen nur einmal erstellt werden. Sie gelten auch für weitere Anträge.

Zu beachten ist, dass vom Zeitpunkt der Entscheidung zur Aufnahme eines/einer Freiwilligen bis zum tatsächlichen Projektstart etwa sechs bis acht Monate vergehen. Für weitere Informationen bzw. bei Interesse, als Aufnahmeorganisation aktiv zu werden, wende dich bitte an Susanne Sparr (susanne.sparr@aha.or.at).

Bericht über eine Freiwillige, die ihren Freiwilligendienst bei einer Aufnahmeorganisation in Vorarlberg absolviert hat:

Detaillierte Projektbeschreibungen der derzeitigen Aufnahmeorganisationen in Vorarlberg (Englisch):

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aktualisiert 12/2019, aha@aha.or.at